Oberallmeindkorporation Schwyz

155 Alpen

wir erhalten und pflegen wertvolle Lebensräume

AKTUELLES VON UNSEREN ALPEN

Alpwirtschaft und Tourismus

Der Frühling hat seinem Namen in diesem Jahr alle Ehre gemacht. Auf den tiefer gelegenen Alpbetrieben weiden bereits die ersten Tiere. Es dauert nicht mehr lange bis auch die Hochalpen bestossen werden können. 155 Alpeinheiten sind im Besitz der Oberallmeindkorporation Schwyz (OAK). Über 14’000 Tiere verbringen den Sommer auf einer OAK-Alp.

Wir investieren regelmässig in die Infrastruktur der Alpbetriebe. So beteiligt sich die OAK an Alperschliessungen, Bewirtschaftungswegen, Weideverbesserungs- massnahmen und Wasserversorgungen. Unser Ziel ist es, die ertragreichen Alpweiden in ihrer Substanz zu erhalten und leistungsfähige Alpbetriebe sicherzustellen. Dazu gehört einerseits eine sachgerechte und angepasste Bewirtschaftung der Alpweiden, welche Grundvoraussetzungen für gut genährte Tiere und die Herstellung von wertvollen Alpprodukten sind. Andererseits fördern wir eine ökologisch nachhaltige beziehungsweise eine standort- und artgerechte Bewirtschaftung. Die Alpbetriebe im OAK-Gebiet sind sehr vielfältig. Von reinen Schafalpen über Milchkuh-, Mutterkuh- und Rinderalpen zu gemischten Herden ist alles anzutreffen. Wir sind der Meinung, dass Alpwirtschaft und Tourismus nebeneinander gut Platz finden. Dazu gilt es jedoch einige Grundregeln einzuhalten.

Hinweise für Wanderer:
Wanderwege führen in höheren Lagen auch oft über Alpweiden. Beim Betreten von Weiden ist daher unbedingt auf die Tiere und deren Verhalten zu achten. Wenn Wanderer ein paar Grundregeln beachten, sollten allfällige Begegnungen zwischen Mensch und Tier friedlich verlaufen. Mutterkühe schützen ihre Kälber. Deshalb ist es wichtig, genügend Distanz zu halten und Hunde an die Leine zu nehmen. Dies gilt auch bei Schafen, welche von Herdenschutzhunden behütet werden. Beachten Sie unbedingt Hinweistafeln, welche von Tierhaltern aufgestellt werden und auf die möglichen Gefahren aufmerksam machen.

Abfall mitnehmen:
Im Zusammenhang mit den Massnahmen zur Einschränkung der Coronavirus-Pandemie stellen wir fest, dass Wald, Weiden und Wege noch mehr benutzt werden als sonst üblich. Leider hat damit verbunden auch das Liegenlassen von Abfall zugenommen. Das unbedachte oder absichtliche Liegenlassen von Abfall stört, beeinträchtigt die Lebensqualität von Mensch und Tier und verursacht Grundeigentümern und Bewirtschaftern einen beträchtlichen Mehraufwand. Deshalb unsere Bitte an alle Mitmenschen: nehmen Sie Ihren Abfall mit und verlassen Sie unser Grundeigentum so, wie sie es gerne antreffen würden – danke!

Uf de Alpe obe isch äs herrlichs Läbä – aber sträng!

OAK-Alpen

ein paar Zahlen

8’000 ha produktives Alpgebiet
155 Alpeinheiten, deren Weidegebiet sich von 800 bis 2’200 Meter über Meer erstreckt.
Die meisten Alpgebäude sind in Privatbesitz – im Baurecht der OAK.
Bei 42 Alpeinheiten befinden sich die Alpgebäude im Eigentum der OAK. Diese werden den Älplern auf Basis der landwirtschaftlichen Gesetzgebung vermietet.

Alpbewirtschaftung

in zwei Formen

Die OAK-Alpen werden in zwei verschiedenen Formen bewirtschaftet:

Auflagealpen (mit 130 Einheiten die häufigste Form): Der Tierhalter zahlt dem Älpler für die Aufsicht und Pflege der Tiere den Gaumerlohn und der OAK die Viehauflage (Auftriebsentgelt). Das Auftriebsentgelt ist die Entschädigung für das auf der Alp gefressene Gras (Futtergeld). Von den 131 Auflagealpen werden deren 9 mit angestellten Älplern durch die OAK selber bewirtschaftet (Eigenbewirtschaftung).

Pachtalpen (25 Einheiten): Bei dieser Form erfolgt die Verpachtung der Alpweiden gemäss landwirtschaftlicher Gesetzgebung.

Gesömmerte Tiere

14’300 (Durchschnitt der letzten Jahre)

1’300 Milchkühe
  550 Mutterkühe
3’750 Rinder über 1 Jahr
2’000 Jungvieh bis 1 Jahr (inkl. Kälber)
6’000 Schafe
  600 Ziegen
   100 Pferde

Oberallmeindkorporation Schwyz | Brüöl 2 | Postfach 449 | CH-6431 Schwyz | 041 818 50 60 | oak@oak-schwyz.ch