Oberallmeindkorporation Schwyz

155 Alpen

wir erhalten und pflegen wertvolle Lebensräume

AKTUELLES VON UNSEREN ALPEN

Die Alp Äbnenmatt, Muotathal, zeigt sich im schönsten Herbstkleid.

Michaelstag

Auch der schönste Alpsommer geht einmal zu Ende. Gemäss Alpverordnung der Oberallmeindkorporation Schwyz gilt immer noch der Michaelstag vom 29. September als letztmöglicher Abfahrtstermin.

Im Vernehmlassungsverfahren der Alpverordnung, welche auf den 01. Januar 2004 in Kraft gesetzt wurde, blieb der Michaelstag als endgültiger Abfahrtstermin, entgegen dem Vorschlag der OAK, durch einen Bürgerantrag weiterhin in der Verordnung verankert. Damit ist der Wille des Korporationsbürgers klar, dass er an diesem spätesten Abfahrtstermin festhalten wollte. Somit sind bis spätestens 29. September alle Alpen der OAK zu entladen, soweit im Leitbild nicht besondere Herbstatzungsgebiete für Schafe festgelegt sind.

Auch seitens des Bundes sind für die Sömmerung 2020 keine Ausnahmen beschlossen worden, die für die OAK ein Abweichen vom Michaelstag rechtfertigen würden. Dies entgegen des äusserst trockenen Sommers 2018, als die Alpkommission der OAK beschlossen hat, dass Anfragen bezüglich einer Verlängerung der Alpzeit über den Michaelstag hinaus grosszügig behandelt werden konnten. Vorausgesetzt wurde damals die Anfrage bei der OAK, die Einhaltung der Direktzahlungsverordnung (Meldung ans Amt für Landwirtschaft) sowie gute Weideverhältnisse.

Trotz teilweise noch vorhandener Futtervorräte sind die Oberallmeind-Alpen entladen worden. Für einige Älplerinnen und Älpler ist die Alpabfahrt ein ganz spezieller Tag. Einerseits gilt es Abschied vom Alpsommer zu nehmen, andererseits gibt es für die Älpler-Familien nichts Schöneres, als mit gut genährtem und schön geschmücktem Vieh den Heimweg von der Alp unter die Füsse zu nehmen. Älpler und OAK sind sich einig: Es war ein sehr wüchsiger und für die Alpwirtschaft schöner Sommer!

Uf de Alpe obe isch äs herrlichs Läbä – aber sträng!

OAK-Alpen

ein paar Zahlen

8’000 ha produktives Alpgebiet
155 Alpeinheiten, deren Weidegebiet sich von 800 bis 2’200 Meter über Meer erstreckt.
Die meisten Alpgebäude sind in Privatbesitz – im Baurecht der OAK.
Bei 42 Alpeinheiten befinden sich die Alpgebäude im Eigentum der OAK. Diese werden den Älplern auf Basis der landwirtschaftlichen Gesetzgebung vermietet.

Alpbewirtschaftung

in zwei Formen

Die OAK-Alpen werden in zwei verschiedenen Formen bewirtschaftet:

Auflagealpen (mit 130 Einheiten die häufigste Form): Der Tierhalter zahlt dem Älpler für die Aufsicht und Pflege der Tiere den Gaumerlohn und der OAK die Viehauflage (Auftriebsentgelt). Das Auftriebsentgelt ist die Entschädigung für das auf der Alp gefressene Gras (Futtergeld). Von den 131 Auflagealpen werden deren 9 mit angestellten Älplern durch die OAK selber bewirtschaftet (Eigenbewirtschaftung).

Pachtalpen (25 Einheiten): Bei dieser Form erfolgt die Verpachtung der Alpweiden gemäss landwirtschaftlicher Gesetzgebung.

Gesömmerte Tiere

14’300 (Durchschnitt der letzten Jahre)

1’300 Milchkühe
  550 Mutterkühe
3’750 Rinder über 1 Jahr
2’000 Jungvieh bis 1 Jahr (inkl. Kälber)
6’000 Schafe
  600 Ziegen
   100 Pferde

Oberallmeindkorporation Schwyz | Brüöl 2 | Postfach 449 | CH-6431 Schwyz | 041 818 50 60 | oak@oak-schwyz.ch